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E-Learning: ein Überblick (auch für Anfänger)

E-Learning ist eigentlich kein neuer Trend mehr. Aber die digitale Technologie verändert das Lernen momentan auf allen Ebenen, und das heute so schnell wie noch nie. Traditionelle Bildungseinrichtungen (Universitäten, Schulen, Seminaranbieter) können kaum mehr Schritt halten.

Du fragst Dich vielleicht: Was ist "E-Learning" eigentlich genau? Und was ist daran so wichtig?

Über die Hälfte der unter 30-jährigen hat E-Learning bereits selbst genutzt. Jeder fünfte Studierende gilt schon als "Digitaler Allrounder". Und hunderttausende Deutsche sind begeisterte Teilnehmer an MOOCs (=massive open online courses) bei internationalen Lern-Plattformen. Gleichzeitig haben aber z.B. 3/4 der deutschen Hochschulen noch keine konkreten MOOC-Programme.

Wir meinen: Der digitale Wandel des Lernens ist bereits in vollem Gange und zweifellos unaufhaltsam. Vieles wird sich in den nächsten Jahren weiter stark verändern. Die schnelle Entwicklung und laufende Innovationen machen die Angebote jedoch für Dich als Nutzer auch sehr unübersichtlich.

Mit unserem Angebot bringen wir daher mehr Transparenz in die modernen E-Learning-Möglichkeiten. Edukatico zeigt Dir einfach und übersichtlich die beste Auswahl videobasierter Online-Kurse.

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Und hier zeigen wir Dir kurz, was E-Learning überhaupt ist.

E-Learning = Digitales Lernen?


anfang

E-Learning (manchmal auch eLearning geschrieben) hat viele Namen, eine exakte Definition ist umstritten. Gemeinsam ist in der Regel allen Formen jedoch das Lernen unter Nutzung digitaler Medien.

Meist zur Übermittlung der Lerninhalte, oft auch zur Kommunikation zwischen Dozent und Lernenden, und das in zahlreichen Varianten. Naturgemäß spielt dabei das Internet heute eine zentrale Rolle, so dass man auch ganz einfach vom "Lernen über das Internet" sprechen kann.

Aber was genau sind die wichtigsten E-Learning-Formen?

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[georgejmclittle/shutterstock]

  • Elektronische Texte:
  • Strenggenommen können auch einfache Texte auf Websites als "E-Learning-Inhalte" bezeichnet werden, beispielsweise die Erklärung von Fachbegriffen auf Wikipedia.

    Dem Anspruch der Nutzer an ein modernes Lernerlebnis wird die reine Textform jedoch immer seltener gerecht, zumindest nicht für das Lernen komplexer Zusammenhänge. Wikipedia bleibt sicher weiterhin eine informative Quelle für Definitionen und kurze Erklärungen. Aber echtes E-Learning kann heute mehr!

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    [georgejmclittle/shutterstock]

  • Folien und Präsentationen im Internet:
  • Hier wird teilweise bereits ein etwas höherer Aufwand betrieben. Grafisch aufbereitete und manchmal auch mit Audio-Erklärungen vertonte Dokumente "zum Durchklicken" sind für viele Anwendungen seit Jahren etabliert. Digitale Weiterbildung in Unternehmen funktioniert oft noch so.

    Aber auch hier gilt: für umfangreiche Bildungsinhalte eher eine Technologie von gestern.

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    [arinaphabich/shutterstock]

  • Audio-Podcasts:
  • Dabei wird mit Sprachübermittlung versucht, ein etwas lebendigeres Lernerlebnis als nur über Textdokumente zu erzeugen. War aufgrund des moderaten Datenvolumens in Zeiten geringerer Bandbreite eine gute Möglichkeit zur Wissensvermittlung im Internet, heute mit abnehmender Bedeutung.

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    [antonioguillem/shutterstock]

  • Online-Lernvideos:
  • Hier wird über Bild und Ton oft bereits ein sehr lebhaftes Lernerlebnis möglich, teils auch ergänzt durch eingeblendete Folien, Bilder etc... Oft verwendet für Online-Kurse zur beruflichen Weiterbildung.

    Und seit über 10 Jahren auch im Rahmen der Online-Vorlesungsvideos von Universitäten im Einsatz.

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    [phoenixman/shutterstock]

  • MOOCs (massive open online courses):
  • Die momentan innovativste massentaugliche Form des digitalen Lernens. Bei MOOCs (und ähnlichen Kursformen) wird die heute vorhandene Technologie deutlich besser ausgeschöpft als bei den reinen Lernvideos.

    Interaktive Diskussionsforen der Teilnehmer, digitale Prüfungen und Tests sowie die Möglichkeit zur Messung von Lernerfolgen machen MOOCs momentan zur Krönung der Lerntechnologie.



    Natürlich gibt es immer wieder Versuche, auch herkömmlichen Fernunterricht als "E-Learning" darzustellen. Dann werden z.B. einfach die vor Jahrzehnten erfundenen Studienbriefe den Kursteilnehmern statt per Post als elektronisches pdf-Dokument zugestellt.

    In unseren Augen macht man es sich damit jedoch als Anbieter deutlich zu einfach. Diese Lernform wird voraussichtlich an Bedeutung abnehmen.

    Welches E-Learning finde ich bei Edukatico?

    Bei Edukatico findest Du vor allem:

    • Kurse auf Videobasis, d.h. in Form von Lernvideos und MOOCs;
    • Echte Online-Kurse, d.h. ohne (oder nur mit optionaler) Präsenzpflicht.

    Wir wollen Dir damit das beste Online-Lernergebnis vermitteln, das heute möglich ist!

    Vom einfachen pdf zur 3D-Brille

    Vor gut 25 Jahren begann man mit "Computer Based Training" in Unternehmen (oft mit CD-ROMs als Datenträger). In den letzten Jahren hat sich dies dann konsequent in ein online verfügbares "Web Based Training" übers Internet entwickelt.

    Dabei wird die fast unbegrenzte Möglichkeit der Informationsübertragung im Internet systematisch für Lehrinhalte eingesetzt. Und jeden Tag kommen neue Innovationen hinzu.

    Besonders für Universitäten war die digitale Lehre schon früh ein wichtiges Thema.

    Dort ist ja das Lehren (neben der Forschung) die Hauptaufgabe der gesamten Institution. Man hat also bereits vor Jahren in verschiedenen Projekten angefangen, die digitalen Technologien auch fürs Studium einzusetzen. So werden beispielsweise Vorlesungen per Video aufgezeichnet und übers Internet zur Verfügung gestellt.

    Die begleitenden Unterlagen zur Vorlesung gibt es oft über digitale Lernplattformen bzw. Learning Management Systeme (LMS) als Dokumente auf Abruf. Und auch wenn nach einer aktuellen Studie bisher erst 17% der Hochschulen zumindest punktuelle Ansätze einer reinen Online-Lehre verfolgen, wird die Dynamik im Universitätsumfeld in nächster Zeit weiter zunehmen.

    Mit der fortschreitenden Weiterentwicklung digitaler Technologien wurden dann vor allem in den letzten Jahren weitere Einsatzmöglichkeiten im E-Learning erschlossen.

    Anfangs wurde unter E-Learning vor allem die digitale Nachbildung der Wissensvermittlung verstanden (also einfach als digitale Form des Papierskripts oder Frontalunterrichts). Inzwischen entstehen aber immer neue Formen von Lernangeboten. Unzählige Lern-Apps wurden entwickelt und spezielle Online-Kurse erstellt. Auch die mobile Nutzung der Angebote nimmt rasant zu.

    Und dann kamen die MOOCs dazu.

    Die Entwicklung der MOOCs war einer der wichtigsten Meilensteine der vergangenen Jahre überhaupt. Bei MOOCs werden insbesondere die Möglichkeiten zur digitalen Interaktion wegweisend auch für Lernzwecke eingesetzt so dass hier vollkommen neue Lernerlebnisse geschaffen wurden.

    Nach einem regelrechten MOOC-Hype vor einigen Jahren stehen die Zeichen für die modernen MOOCs ungebrochen auf Wachstum. Ob der künstliche Begriff "MOOC" für dieses Phänomen auf Dauer Bestand hat, bleibt abzuwarten, ist aber eigentlich auch zweitrangig.

    Die weltweit größte MOOC-Plattform Coursera hat jedenfalls bereits 6 mal mehr Lernende erreicht, als es Studierende an deutschen Hochschulen gibt. Und jedes Jahr kommen einige Millionen Nutzer hinzu.

    Doch die technologische Entwicklung hört bei den MOOCs sicher nicht auf.

    Zum einen entstehen laufend weitere Möglichkeiten z.B. im Bereich der elektronischen Prüfungen. Bei rund 70% der Hochschulen werden diese bereits aktiv angewandt.

    Zum anderen wird beispielsweise im Bereich der sog. Learning Analytics intensiv geforscht, also an der laufenden Verbesserung der Lehre durch datenbasiertes Feedback über Lernende und ihre Lernfortschritte.

    Gerade in letzter Zeit wird außerdem auch zunehmend mit dem Einsatz von Virtual Reality – Szenarien in der Lernumgebung experimentiert.

    Bald haben also alle Studierenden die Möglichkeit, an Vorlesungen unter (fast) realen Bedingungen, aber zeit- und ortsungebunden und im eigenen Tempo teilzunehmen (und schwierige Stellen sogar nochmal zurückzuspulen).

    Kein Buzzword, sondern eine Revolution

    Die Bezeichnung "E-Learning" scheint inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen. Trotzdem sollte man die digitale Lehre keinesfalls als reine Modephrase bzw. Buzzword abtun.

    Denn mit E-Learning werden tatsächlich einige dramatische Veränderungen möglich!

    Das "Lernen übers Internet" ist nicht nur ein weiteres Hilfsmittel oder Werkzeug fürs Lernen, so wie esTafel, Buch oder Textverarbeitungssoftware waren.

    Modernes digitales Lernen bringt verschiedene grundsätzliche Veränderungen der Spielregeln mit sich.

    1. Zugang zu Bildung wird für jeden möglich:

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    [chinnapong/shutterstock]

    Die digitale Verbreitung von Lerninhalten kann mit "Null Grenzkosten" geschehen. Das heißt ganz einfach: Wenn die Inhalte einmal existieren, entstehen praktische keine Zusatzkosten, diesen Inhalt an weitere Lernende zu übermitteln.

    Ein einmal erstellter MOOC kann ohne Zusatzaufwand große Teilnehmerzahlen bekommen (manchmal sind das hunderttausende Teilnehmer gleichzeitig). Das wiederum hat starke Auswirkungen auf den Zugang zu Bildung für neue Lerninteressenten.

    Flexible Weiterbildung bei Bedarf, schnelle Lernmöglichkeiten weltweit in unendlich vielen Bereichen und ein kostengünstiger Zugang für bisher benachteiligte Teilnehmergruppen werden so ermöglicht. Zehntausende Teilnehmer aus Entwicklungsländern an einzelnen MOOCs sind nur ein Beispiel dafür.

    2. Flexibles Lernen wird jetzt auch interaktiv:

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    [rawpixelcom/shutterstock]

    Fernunterricht mit Flexibilität hinsichtlich Lernort und -zeit gibt es bereits seit einigen Jahrzehnten. Oft daran bemängelt wurden jedoch das eher isolierte Lernerlebnis sowie die Schwierigkeit der anhaltenden Motivation der Teilnehmer.

    Mit der Nutzung digitaler Möglichkeiten zur Online-Interaktion kommt zur Flexibilität (bzgl. Zeit und Ort) die interaktive Kommunikation zwischen den Lernenden und mit dem Dozenten hinzu. Die Diskussionsforen mit Q&A-Möglichkeit bei vielen Online-Kursen zeigen lebhaft, wie auch im E-Learning sozial interagiert werden kann. Für Lernende wird so auch online ein vollwertiges Lernerlebnis möglich.

    Die nächste Entwicklungsstufe kommt dann übrigens mit den zukünftigen Virtual Reality-Anwendungen. Hier kommt zur Interaktion noch zusätzlich die "Immersion" (=Eintauchen ins 3D-Lernerlebnis).

    3. Bildungsinstitutionen öffnen sich:

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    [tusumaru/shutterstock]

    Bisher galt, dass z.B. an Hochschulen das dortige Elitewissen nur für eingeschriebene Studierende zugänglich war. Diese mussten zuvor hohe Hürden überwinden und für ihr Studium eine Verpflichtung über lange Jahre hinweg eingehen. Und auch andere Bildungseinrichtungen wie Volkshochschulen waren mit ihren reichhaltigen Angeboten streng an Ort und Zeit gebunden.

    Die digitalen Verbreitungsmöglichkeiten schaffen nun die Grundlagen dafür, dass die gesamte Gesellschaft leichter an diesen hochwertigen Lerninhalten teilhaben kann. Die Finanzierung der staatlichen Hochschulen erfolgt immerhin ja auch durch die Allgemeinheit der Steuerzahler.

    Mit einer entsprechenden Demokratisierung von Bildung kann das Wissen gerechter und ausgewogener an die gesamte Gesellschaft weitergegeben werden. Und auch das oft geforderte Lebenslange Lernen wird damit für jeden Bildungswilligen deutlich einfacher.

    Pro und Contra? Wir sind parteiisch!

    Eigentlich erübrigt sich eine grundsätzliche Diskussion über Pro und Contra von "E-Learning im Allgemeinen" bereits deshalb, weil eine stärkere Digitalisierung wie in anderen Gesellschaftsbereichen auch in der Bildung unaufhaltsam ist. Es kann also nur darum gehen, mögliche Chancen oder potenzielle Problemfelder zu erkennen.

    Aus unserer Sicht können alleine die wenigen hier erwähnten Chancen der Digitalisierung der Lehre massive positive Effekte haben. Die höhere Transparenz und Demokratisierung von Bildung ermöglicht bessere Aussichten für neue Teilnehmergruppen und für die Gesellschaft insgesamt.

    Aber gibt es auch Nachteile?

    Die manchmal aufgeführten Bedenken beim E-Learning scheinen keine grundsätzlichen Hindernisse zu sein, digitale Bildung weiter zu entwickeln.

    Soziale Kontakte müssen beispielsweise nicht vernachlässigt werden, nur weil jemand einen Online-Kurs absolviert. Ähnlich auch die oft erwähnten Rechtsfragen: Zwar sind diese sicher im Einzelnen genau zu klären. Aber sogar nur ca. 1/3 der eher kritischen deutschen Hochschulen sehen die Urheberrechts- oder Datenschutzfragen als signifikante Herausforderung für die digitale Lehre. Viel eher im Blickfeld sind hier praktische Fragen wie Ressourcenknappheit und Budgetrestriktionen als tatsächlich zu überwindende Hürden.


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    [scandinavianstock/shutterstock]

    Und so geht E-Learning:

    Die praktischen Einsatzmöglichkeiten des E-Learning sind sehr vielfältig. Sie reichen von der technischen Unterstützung der Präsenzlehre (z.B. mit Online-Skripten) bis zum vollwertigen Online-Kurs auf Videobasis ohne physische Anwesenheitserfordernis.

    Beispiele für den konkreten Einsatz digitalen Lernens:

    • Eine Weiterbildungs-Schulung von Mitarbeitern eines Unternehmens über mehrere Standorte hinweg mittels live übertragenem Webinar. Dabei entfallen Reisekosten und die Inhalte können aufgezeichnet und mehrmals abgerufen werden.
    • Ein Lehrer erstellt Lernvideos zu einem Thema, welches sich jedes Schuljahr in gleicher Form wiederholt. Die Videolektion wird durch die Schüler samt Testfragen vorab online bearbeitet und kann im Präsenzunterricht der Schule dann bereits vorausgesetzt werden (sog. Blended Learning).
    • Eine Hochschule produziert Online-Vorlesungen für die gesamten Inhalte eines Semesters im Fach Philosophie. In den physischen Vorlesungsstunden wird die Zeit dann für die interaktive Diskussion der gelernten Kapitel verwendet (sog. Flipped Classroom).
    • Ein Student belegt zur Ergänzung seines BWL-Studiums einen Online-Kurs über Programmierung bei einer internationalen Coding-Plattform. Das erhaltene Zertifikat integriert er in sein Online-Profil bei beruflichen Netzwerken.
    • Eine alleinerziehende Mutter erarbeitet sich über einen zeitlich flexiblen Online-KursExcel-Kenntnissezur späteren Verwendung im Arbeitsleben.
    • Ein pensionierter Historiker nimmt zur privaten Weiterbildung an einem kostenlosen MOOC einer angesehenen "Ivy League"-Universität über mittelalterliche Geschichte teil.

    Bereits überall im Einsatz: Unternehmen, Uni, Schule, Weiterbildung

    E-Learning wird überall dort eingesetzt, wo mit modernen Unterrichtsmethoden Inhalte flexibel vermittelt werden sollen.

    "Wir müssen das Lernen zu den Menschen bringen, statt die Menschen zum Lernen", wurde als Megatrend bereits vor gut 15 Jahren vom US-Lernexperten Elliot Masie erkannt.

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    [phovoir/shutterstock]

    Unternehmen können erforderliche Schulungen und Weiterbildungen ihrer Mitarbeiter effizient und kostengünstig über digitale Lehrmethoden durchführen. Dabei wird entweder auf bestehende Online-Kurse von etablierten Anbietern zurückgegriffen (viele davon finden sich auch im Edukatico-Verzeichnis).

    Alternativ lassen größere Firmen maßgeschneiderte E-Learning-Angebote durch externe Anbieter erstellen. So können die Inhalte des E-Learning-Programms vom Unternehmen selbst gestaltet werden. Bei manchen Großkonzernen sind bereits auch eigene E-Learning-Abteilungen aktiv, um die volle Kontrolle über den gesamten Weiterbildungsprozess zu behalten.

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    [wavebreakmedia/shutterstock]

    Auch an Schulen kommen digitale Unterrichtsmethoden immer stärker zum Einsatz. Hier wird neben der Verwendung der entsprechenden elektronischen Werkzeuge auch besonderer Wert auf den richtigen Umgang mit den digitalen Medien gelegt.

    Schüler lernen so nicht nur mit den, sondern auch über die Digitalangebote. Die entsprechende Medienkompetenz ist auch aus Sicht der Lehrpläne ein zunehmend wichtiger Baustein einer zukunftsfähigen Ausbildung.

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    [gaudilab/shutterstock]

    Hochschulen stehen aufgrund der Bedeutung des Lernens und ihrer Rolle als Innovationszentren im besonderen Mittelpunkt vieler E-Learning-Entwicklungen. MOOCs wurden beispielsweise erstmals an amerikanischen Universitäten zur Anwendung gebracht. Auch im Bereich der Virtual Reality-Lehre scheint es die vielversprechendsten Entwicklungen an Hochschulen zu geben.

    Die einzelnen Fakultäten der Hochschulen sind dabei recht unterschiedlich aktiv: Insbesondere in der Informatik wird naturgemäß besonders intensiv an innovativen E-Learning-Projekten gearbeitet.

    Statistisch interessant: regelmäßig zum Start von Winter- und Sommersemester der Universitäten schnellt das Interesse an akademischen E-Learning-Angeboten deutlich in die Höhe. Digitale Lehrformen können diese Spitzennachfrage ohne weiteres bedienen.

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    [kinga/shutterstock]

    Schließlich spielt auch im Bereich der persönlichen Weiterbildung das Lernen übers Internet eine zunehmend wichtige Rolle. Berufliche Weiterbildung erfolgt oft über spezielle Online-Kurse, private Interessen können im MOOC umfassend vertieft werden und auch Volkshochschulen widmen sich verstärkt der digitalen Bildung.

    Für das von der Politik oft geforderte "Lebenslange Lernen" der Bevölkerung werden mit modernen E-Learning-Angeboten nahezu täglich neue Möglichkeiten geschaffen.

    Was bringt die Zukunft?

    Die Entwicklung des E-Learning hat bereits zu einer nie dagewesenen Vielfalt an Möglichkeiten geführt.

    In den nächsten Jahren werden weitere Veränderungen in vielen Bereichen dazukommen. Eine steigende Akzeptanz der Angebote, technische Weiterentwicklungen und auch Faktoren wie eine verbesserte Internet-Bandbreite führen zu ungeahnten Chancen.

    Und das sind die wichtigsten Trends:

    • Individualisierung des Lernpfads: Eine Individualisierung der Lehrinhalte, manchmal auch als "unbundling" (Entflechtung) der Bildung beschrieben. Starre Bildungspakete einzelner Anbieter lösen sich auf. Die Lerneinheiten werden kleiner und maßgeschneidert auf die jeweilige konkrete Anforderung des Lernenden, der seinem persönlichen Bildungspfad folgt (personalized learning). Auch die Übergänge zwischen Bildung und Weiterbildung werden dabei fließend.
    • Spezialisierung der Angebote: Die digitale Vermittlung von Lehrinhalten ist global skalierbar. Auch für Nischenfächer kann sich ein Bildungsangebot daher lohnen (für den sog. Long Tail, also die räumlich und zeitlich breit gestreute Nachfrage). Wissen und Lerninteressent finden auch für Spezialthemen leichter zusammen. Und Bildungseinrichtungen bekommen die Möglichkeit zur Spezialisierung und Profilierung in ihren Kompetenzfeldern.
    • Datenbasierte Verbesserung der Lehre: Die Rückkopplung aus dem Lernprozess wird umfangreicher und detaillierter. Der Lehrende erhält direkt messbares und datenbasiertes Feedback über Lernverhalten und Lernerfolg der Studierenden (sog. Learning Analytics). Die Qualität der Lehre kann sich systematisch verbessern.
    • Dynamische Anpassung der Lehre an den Lernenden: Durch die technologischen Entwicklungen des Machine Learning (d.h. Digitalsysteme lernen eigenständig "aus Erfahrung") wird auch ein dynamischer, adaptiver Lernprozess möglich (sog. Adaptive Learning). Man kann also immer besser das wirklich gerade Passende lernen.
    • Das digitale Lernerlebnis wird realitätsnah: Dastatsächliche Lernerlebnis wandelt sich aufgrund neuertechnologischer Möglichkeiten. Entscheidend sind hier die kommenden Innovationen in der Augmented bzw.Virtual Reality, also die computerunterstützte 3D-Visualisierung von Lernsituationen. Lernen "mit allenSinnen" wird ermöglicht. Hier warten in den nächsten Jahren einige spannende Neuerungen.
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    [aleksandrasuzi/shutterstock]

    Die verbesserten Bildungsmöglichkeiten führen natürlich nicht dazu, dass plötzlich jeder zum Hochschulabschluss gelangt. Sie haben auch keine Auswirkungen auf Begabungen und Intelligenz. Aber die Voraussetzungen werden besser, hochwertiges Lernen wird grundsätzlich für jedermann möglich.

    Der Zugang zu Bildung wird effizienter, die Chancengleichheit nimmt zu. Es wird daher stärker am Einzelnen liegen, ob er seine Chancen nützt und was er letztlich daraus macht.

    Vieles wird dabei weiter diskutiert werden, neue Technologien werden neue Chancen bringen, genauso wie nie dagewesene Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten. Und immer wieder auch potenzielle Herausforderungen für die Gesellschaft.

    Nur eines lässt sich über die Zukunft der digitalen Bildung sicher sagen: Lernen wird anders sein.

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