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Coursera: Größte globale MOOC-Plattform und hunderttausende Lernende aus Deutschland

Coursera ist der größte Anbieter von MOOCs (massive open online courses) mit über 100 Mio. Lernenden weltweit und mehr als 150 Partner-Universitäten. Wir geben Dir einen umfassenden Überblick über den MOOC-Giganten.

Coursera: Größte globale MOOC-Plattform und hunderttausende Lernende aus Deutschland
Bild: geralt/pixabay

Wenn Du Dich schon einmal über internationale MOOCs (massive open online courses) informiert hast, stehen die Chancen gut, dass Dir der Name Coursera etwas sagt. Der MOOC-Anbieter aus den USA ist gemessen an der Anzahl der Lernenden (>100 Mio.) die größte Plattform weltweit für diese Art der interaktiven Online-Kurse. 

Anhand der Teilnehmerzahlen liegt man damit klar vor anderen relevanten (und qualitativ gleichwertigen) Anbietern wie edX oder Udacity. Und das Wachstum geht munter weiter

Auch in Deutschland hat Coursera bereits hunderttausende Online-Lernende begeistert. 

Doch wer genau ist die Mega-MOOC-Plattform Coursera?

(Wenn Du gleich die Online-Kurse von Coursera sehen willst, springe direkt in unser Verzeichnis.)


Die MOOC-Pioniere aus Kalifornien managen bereits 1.000+ Kurse

Nachdem Coursera rund ein Jahr nach der Gründung erst 150 MOOCs anbieten konnte, wurde 3 Jahre später bereits die Marke von 1.000 Online-Kursen durchbrochen, u.a. aufgrund des schnellen internationalen Wachstums. Und auch die 100 Mio. Kursteilnahmen waren bald erreicht.

Welche Kurse findest Du bei Coursera?

Die Plattform bietet MOOCs aus unterschiedlichen Bereichen an: von den Naturwissenschaften über medizinische Themen und Geisteswissenschaften bis hin zu kulturellen Kursangeboten.

Ein gewisser Schwerpunkt liegt rein zahlenmäßig jedoch auf MOOCs aus den Bereichen Informatik / Programmierung sowie wirtschaftlichen Themen – diese beiden Gebiete sind auch allgemein im Online Learning weltweit am stärksten vertreten. Die Nachfrage nach diesen Inhalten ist einfach besonders hoch.


Deutsche Nutzer stürzen sich auf technische MOOCs

Von deutschen Usern werden dabei besonders die eher technischen MOOC-Inhalte nachgefragt: Angebote wie Data Science, Machine Learning und Statistik liegen hier nach Angaben von Coursera vergleichsweise hoch im Kurs. Diese MOOC-Themen führen die Teilnehmerlisten der Lernenden aus Deutschland an. 

Coursera bestätigte uns in 2016, dass damals bereits knapp 300.000 Lernende aus Deutschland bei der Plattform registriert waren. Zählt man die Teilnehmer aus Österreich und der Schweiz hinzu, wurde beim derzeitigen Wachstumskurs die Schwelle von einer halben Million deutschsprachigen MOOC-Teilnehmern sicher bereits längst überschritten.

Und wie läuft so ein MOOC konkret ab?


Ein typischer MOOC: interaktives Online-Lernen

Die Lernvideos

Ein MOOC besteht aus kurzen Videosequenzen von meist 5-10 Minuten. Davon gibt es über einige Wochen hinweg jeweils mehrere. 

Auch die Abspielgeschwindigkeit kann variiert werden. Langeweile kann so nie aufkommen und das Tempo wird auch nie zu schnell, egal wie schwierig der Lernvortrag sein mag.

Die Interaktion

Ergänzend dazu besteht die Möglichkeit, sich in Diskussionsforen mit anderen Teilnehmern aus aller Welt über die MOOC-Inhalte auszutauschen, Fragen zu stellen oder auch die Fragen von anderen zu diskutieren. Oft sind hier auch der Dozent oder seine Assistenten aktiv. 

Manchmal gibt es auch freiwillige Mentoren, die Dir im Forum weiterhelfen. Der zusätzliche Lerneffekt aus dieser begleitenden Diskussion ist oft ganz erheblich!

Die Prüfungen

Zudem gibt es meist noch diverse Multiple Choice Tests und Aufgaben, die online gelöst werden können. Teils werden die Antworten automatisiert korrigiert, teils geschieht das über ein sog. "Peer Assessment" der anderen MOOC-Teilnehmer. 

Zum Kursende folgt bei Kursserien aus mehreren MOOCs (= "Specializations") dann noch ein Capstone-Projekt, bei dem das Gelernte an einem Praxisbeispiel angewendet wird.

Die Zertifikate

Bei den meisten MOOCs kann der Kursinhalt kostenlos durchgearbeitet werden (vereinzelte Ausnahmen mit kostenpflichtigen Kursen gibt es jedoch - mehr zu den Kosten hier). Willst Du zusätzlich noch ein Zertifikat zum erfolgreichen Abschluss des MOOC, musst Du Dich für den Zertifikatsmodus registrieren. 

Auf Wunsch erhältst Du dann gegen eine Gebühr ein verifiziertes elektronisches Zertifikat, das Du ausdrucken oder auch offiziell auf LinkedIn mit Deinem Lebenslauf verbinden kannst ("Was bringen die Zertifikate?"). Du musst dann zur Bestätigung Deiner Identität beim Ablegen der Kursaufgaben eine Verifikation durchlaufen (über Webcam und Ausweis).

Übrigens: Die Gebühr für den Zertifikatsmodus erlässt Coursera sogar in Fällen, in denen eine Bedürftigkeit nachgewiesen wird ("Financial Aid").

Coursera: Größte globale MOOC-Plattform und hunderttausende Lernende aus Deutschland
Bild: screenshot/coursera.org

Der Top-MOOC bei Coursera zeigt Dir, wie man "richtig lernt"

Der beliebteste Coursera-Kurs bisher kommt aus dem Bereich der persönlichen Weiterentwicklung: "Learning How To Learn" beschäftigt sich mit professionellen Lerntechniken und hat in den letzten Jahren bereits hunderttausende Lernwillige weltweit in ihren Studienerfolgen unterstützt.

Der Online-Kurs erläutert u.a. den Lernvorgang des menschlichen Gehirns und gibt praktische Tipps zu Themen wie Gedächtnistraining oder auch gegen die weit verbreitete "Verschieberitis". Die Unterrichtssprache ist zwar Englisch, jedoch sind für diesen MOOC auch deutsche Untertitel verfügbar.

Ein weiterer sehr gefragter Videokurs gibt eine Einführung ins Machine Learning durch einen der weltweit führenden Experten für Künstliche Intelligenz.

Diese und andere Coursera-MOOCs findest Du auch in unserem Verzeichnis (neben tausenden Online-Kursen anderer Anbieter). Eine Liste aller Top-Coursera-Kurse ist hier verfügbar.


Mit der Kurs-Verfügbarkeit wurde viel experimentiert

Als Coursera startete, waren die angebotenen Online-Kurse zunächst zeitlich praktisch unbegrenzt verfügbar (die Videos konnten sogar heruntergeladen werden fürs Offline-Lernen).

Seither hat sich hier einiges getan und wurde auch immer wieder verändert: Von der Kursstruktur mit einem festen Start- und Enddatum bis hin zum vollständig selbstbestimmten Lernplan (Self-Paced MOOCs). Später wurde dann bekanntgegeben, dass man sich nun endgültig auf das System der festen Kurslaufzeiten konzentrieren will – hauptsächlich wegen der besseren Abschlussraten in Kursen, in denen jeweils eine "Lern-Kohorte" gemeinsam lernt und interagiert.

Gleichzeitig werden viele MOOCs jedoch oft wiederholt (alle 4-6 Wochen), so dass man selbst beim Verpassen eines Startdatums zeitnah wieder eine neue Teilnahmechance erhält.


Das MOOC-Geschäftsmodell: Trennung von Inhalt und Technik

Was ist eigentlich die Rolle von Coursera als MOOC-Plattform und was unterscheidet die Plattform von den Universitäten? 

Vereinfacht gesagt gibt es bei der Bereitstellung von MOOCs über Coursera eine Arbeitsteilung zwischen den Inhalten und der Technik

Kursinhalte:

Die Kursinhalte werden meist von Universitäten oder Unternehmen erstellt, die über MOOCs ein neues und internationales Lernpublikum erreichen wollen. Oft sind es die regulären Professoren der Uni, die neben den Vorlesungen an ihrer Hochschule einen eigenständigen MOOC für das Online-Publikum erstellen (d.h. der Dozent präsentiert online in Videosequenzen seine Lehrinhalte). 

Bei Coursera sind es mehr als 150 Partner-Institutionen, darunter US-Spitzen-Universitäten wie Stanford, Princeton, Yale und Pennsylvania (Wharton). Aus anderen Ländern sind u.a. die LMU München, University of London und HEC Paris als MOOC-Ersteller aktiv, aber auch Institute wie die Shanghai University, die Indian School of Business oder die Weltbank.

Technik und Administration:

Coursera als MOOC-Plattform wiederum kümmert sich um die technischen Aspekte rund um die Veröffentlichung des Online-Angebots. Darunter fallen zum einen die Videotechnik, die Diskussionsforen und die Aufgaben und Multiple Choice Tests. 

Zum anderen sorgt Coursera für das Management der Kursteilnehmer, inkl. Marketing, Profilverwaltung und Zertifikate. 

Aus den Einnahmen (v.a. für die Kurszertifikate) finanziert Coursera den Betrieb der Plattform. Der Umsatz aus einem Kurs wird dabei zwischen Coursera und der Universität als MOOC-Ersteller geteilt. 


Zwei Professoren entdeckten die digitale Bildung

Die beiden Informatik-Professoren Daphne Koller und Andrew Ng der Stanford University haben Coursera in 2012 gegründet. Ähnlich wie bei der Gründung anderer MOOC-Plattformen wurde von den beiden Stanford-Professoren zunächst mit einem elektronischen Lehrformat experimentiert

Der Durchbruch kam unmittelbar, als Professor Ng überrascht feststellte, dass er über den digitalen Weg plötzlich 100.000 Studierende je Semester erreichte (statt bisher 400):

To reach that many students before, I would have had to teach my normal Stanford class for 250 years. (Andrew Ng, New York Times, Mai 2012)

Coursera wurde dann schnell als eigenständige MOOC-Plattform institutionalisiert und  man befindet sich eben im Silicon Valley – mit hohen Millionenbeträgen von Venture Capital-Finanzierern unterstützt. Beide Gründer-Professoren haben sich inzwischen wieder ihren ursprünglichen wissenschaftlichen Interessen zugewandt, Coursera wird seither von einem professionellen Management-Team geführt. 

Und selbst vom damaligen US-Präsidenten Obama erhielten Courseras digitale Bildungsangebote bereits Lob und Anerkennung.


MOOC-Fans aus aller Welt und hohe zweistellige Wachstumsraten

Die Online-Bildungsmeister aus Kalifornien bedienen inzwischen eine globale Nutzergruppe. Einige Fakten:

  • Rund 25% der Lernenden kommen aus den USA, der Rest ist international breit gestreut. Deutschland stellt dabei mit seinen knapp 300.000 Teilnehmern eine vergleichsweise kleine Gruppe (alleine aus Indien sind 1,6 Mio. Teilnehmer dabei).
  • Das höchste Wachstum kommt aus aufstrebenden Ländern wie Brasilien (+82% Wachstum in 2015), Indien (+70%) und China (+69%). 
  • Aber auch in den USA und in europäischen Märkten werden hohe zweistellige Wachstumsraten verzeichnet.
  • Das Durchschnittsalter der Coursera-Lernenden liegt bei 33 Jahren
  • 60% der Teilnehmer sind männlich (aufgrund des etwas höheren Interesses an den zahlreichen IT-Kursen). 
  • Gut die Hälfte der Teilnehmer hat u.a. berufliche Weiterbildungs- und Karriereziele bei der MOOC-Teilnahme.
  • Etwa 30% der Coursera-Studenten gehört in die Kategorie der "lebenslang Lernenden" (private Bildungsziele). 


Coursera: Was die MOOC-Lerner denken

Die Inhalte entwickeln sich zur hochwertigen Online-Ausbildung

Eine interessante Entwicklung der digitalen Lehre bei Coursera der letzten Jahre ist, dass verstärkt "Specializations" angeboten werden. Das sind Serien von 4-5 einzelnen MOOCs zu einem Thema, womit man als Lernender zu einem Interessensgebiet noch deutlich stärker in die Tiefe gehen kann. Die Specialization schließt mit einem "Capstone Project" ab, mit dem man die Anwendung des Gelernten an einem Praxisbeispiel beweisen kann.

Letztlich hat der Teilnehmer damit deutlich mehr vorzuweisen als bei einem einzelnen MOOC. Die Specializations gehen stärker in Richtung einer vollwertigen Online-Ausbildung zu einem Thema. Die meisten dieser Kursserien sind kostenpflichtig, allerding mit einer kostenlosen 7-tägigen Probemöglichkeit.

Welche dieser Specializations gibt es genau?

Man findet diese Kursserien bereits aus unterschiedlichen Fachbereichen, allerdings bisher mit einem Schwerpunkt auf Informatik-Kursen. In unserem Verzeichnis findest Du sie mit dem Format-Filter "Online-Studium".

Und es gibt sogar noch umfassendere Lernmöglichkeiten:

Mit den Degrees verschiedener Universitäten bekommt man eine komplette akademische Ausbildung im Online-Format. Die Kosten belaufen sich allerdings dann auch auf mehrere Zehntausend USD (wobei auch hier Financial Aid angeboten wird).

Hochschulen können inzwischen auch einen für ihre Bedürfnisse maßgeschneiderten Zugang zur Kursplattform erhalten ("Coursera for Campus").

Und bei "Coursera for Business" können Unternehmen ihre professionelle Personalweiterbildung organisieren.


So will Coursera in Deutschland noch aktiver werden

    Zwar nehmen auch deutsche Teilnehmer oft die Chance wahr, mit englischen MOOCs gleich die Fachbegriffe ihres Interessensgebiets auf Englisch zu lernen. Und die Englischkenntnisse in Deutschland sind im Durchschnitt wohl besser als in manchen anderen Ländern. Andererseits gibt es natürlich weltweit auch eine große MOOC-Nachfrage in der jeweils lokalen Landessprache.

    Coursera bietet daher immer weitere Untertitel-Sprachen zu den meist englischen MOOC-Videosequenzen an. Dabei werden durch die Übersetzer der "Global Translator Community" für einzelne Online-Kurse passende Untertitel und Transcripts (Mitschriften) ergänzt. 

    Und auch deutschsprachige MOOC-Fans dürfen gespannt sein.

    Denn was die deutschen Bildungsinteressenten angeht, will Coursera noch deutlich zulegen. Immerhin dürfte Deutschland aufgrund seiner Größe für die Amerikaner mit der wichtigste Potenzialmarkt für MOOC-Nutzer in Kontinentaleuropa sein. So gibt es deutsche Untertitel auch bereits zu einzelnen der E-Learning-Angebote. Coursera sieht weitere deutsche Inhalte jedoch als realistisch an und verriet uns:

    "While we don't have many courses taught in German, we have 700+ volunteer German translators who are working on translating some of our more popular courses - we hope more will become available soon!"

    Insgesamt scheint es also nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die wichtigsten MOOCs auch ohne jegliche Englischkenntnisse verfügbar sind. Und trotz der 700 Deutsch-Übersetzer: Weitere Übersetzer für diverse Sprachen werden laufend gesucht


    Online-Bildung im TV und Hilfe für Flüchtlinge

    Natürlich gibt´s Coursera inzwischen auch als App. Und bei Apple TV war man Ende 2015 sogar der erste Anbieter von Online-Bildung – seither kann Fachwissen also auch abends vom Sofa aus erworben werden.

    Das Programm "Coursera For Refugees" ermöglicht dagegen zum einen auch Flüchtlingen die unkomplizierte Teilnahme am Financial Aid-Programm, damit diese auch Kurse inkl. verifizierter Zertifikate abschließen können. Zum anderen erhalten dort Non Profit-Organisationen, die mehr als 100 Flüchtlinge betreuen, kostenlose Unterstützung durch die MOOC-Plattform. Im ersten Jahr dieses Programms konnten bereits tausende Flüchtlinge an Online-Kursen teilnehmen und mehr als 30 Non-Profit-Organisationen unterstützt werden.


    Die Baustellen beim Bildungs-Startup

    Wie in jedem jungen Online-Unternehmen gibt es natürlich auch bei Coursera Bereiche, in denen nicht immer alles ohne Kritik läuft. Zwei Beispiele:

      1. Die verringerte Verfügbarkeit kostenloser Kurse: Anfangs waren die meisten MOOCs völlig kostenlos. Zwar sind viele der Kurse nach wie vor in einer kostenlosen Variante verfügbar ("Audit"). Wer allerdings ein Zertifikat erhalten will oder auf bestimmte Funktionen und Testaufgaben zugreifen will, wird zur Kasse gebeten. Kursserien (Specializations) sind nur noch im Abonnement zugänglich. Dies ist aus Sicht der Nutzer zwar bedauernswert, andererseits für den nachhaltigen Betrieb der Plattform wohl unvermeidlich.

      2. Auch der Nutzer-Service von Coursera steht teilweise in der Kritik: MOOC-Teilnehmer beklagen ab und zu, kaum direkten Zugang zu Coursera-Mitarbeitern erlangen zu können (telefonisch oder per Email/Chat). Der Grund dafür liegt natürlich in der hohen Anzahl weltweiter Teilnehmer (und nur rund 200 Mitarbeitern bei Coursera). Coursera hat daher inzwischen einen Hilfebereich für MOOC-Lernende eingerichtet – dort sollen jegliche Fragen beantwortet werden. Inwieweit dies dauerhaft ausreichend sein wird, bleibt abzuwarten. Oft wird gefordert, zumindest für Fragen rund um die kostenpflichtigen Zertifikate mehr direkte Servicekontakte seitens Coursera anzubieten.

      Europäische Datenschutz-Fragen wohl geklärt

      Im Jahr 2015 gab es einzelne Berichte in der Presse, die Datenschutz-Probleme bei Coursera aus europäischer Sicht vermuteten. 

      Auslöser war ein Schweizer Dozent, der das Thema Datenschutz während seines MOOCs bei Coursera aufbrachte und sich im weiteren Verlauf in eine halböffentliche Auseinandersetzung mit der Plattform begab. 

      Auf Nachfragen des Norddeutschen Rundfunks/ARD versicherte Coursera inzwischen jedoch explizit, sich an die Datenschutzregeln der EU zu halten und auch keine Teilnehmerdaten zu verkaufen (wie dies damals teils vermutet wurde). Die beachtliche Anzahl europäischer Partneruniversitäten und hunderttausende MOOC-Teilnehmer aus Europa scheinen ja offenbar auch keine gegenteiligen Erfahrungen gemacht zu haben.


      Erfolgsgeschichten, wie sie Hollywood nicht besser schreiben könnte

      Ganz besonders gerne sieht man bei Coursera (und den anderen MOOC-Plattformen wie edX, Udacity oder iversity) natürlich die Erfolgsstories von Kursteilnehmern. Insbesondere wenn Online-Kurse den E-Learning-Studenten signifikante Verbesserungen ihrer Lebensumstände ermöglichen.

      Sei es der Europäer, der sich online die Fertigkeiten für einen undenkbaren Karrieresprung erarbeitete oder die Amerikanerin, die sich mit Online-Kursen aus der Arbeitslosigkeit befreite.

      Genauso natürlich auch die indische MOOC-Studentin, die nach der Teilnahme an einer Specialization einen erfolgreichen Berufswechsel vollbrachte. Oder der Landwirt aus Tansania, der sich digital in nachhaltiger Bewirtschaftung ausbilden konnte. 

      Die vielen Vorteile des flexiblen Online-Lernens zeigen sich so konkret in den täglichen Ergebnissen und Rückmeldungen dankbarer MOOC-Teilnehmer. Coursera spricht daher gerne auch von einer "sozialen Mission".


      Erfolgskurs und gleichzeitig eine soziale Mission

      Ein weiterer Anstieg der Teilnehmerzahlen und immer weitere Venture Capital-Finanzierungen zeigen, dass die größte MOOC-Plattform ihren Wachstumskurs kontinuierlich weiter verfolgt. 

      Gegen die beiden anderen großen US-Plattformen grenzt man sich erfolgreich ab, indem man u.a. ein etwas stärkeres Gewicht auf die praktische Karriereentwicklung legt als edX und inhaltlich breiter aufgestellt ist als Udacity.

      Nicht unerheblich für die Motivation der Coursera-Betreiber ist aber nach wie vor (neben den Aktivitäten als Unternehmen) auch ein hoher sozialer Anspruch an die eigene Tätigkeit

      Denn als ihre eigentliche Mission nennt die Plattform ein hohes Ziel:

      "We envision a world where anyone, anywhere can transform their life by accessing the world’s best learning experience."


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