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Kostenlose Online-Kurse: So findest Du die besten Gratis-Kurse!

Moderne Videokurse gibt es zu Tausenden, und jeden Tag entstehen neue. Welche davon sind wirklich kostenlos? Und wie findest Du sie am besten?

Kostenlose Online-Kurse: So findest Du die besten Gratis-Kurse!
Foto: africastudio / Shutterstock

Dass man mit Videokursen zu vielen Themen lernen kann, weiß jeder. In unserem Verzeichnis finden sich immerhin bereits Kurse aus 22 Fachbereichen.

Aber gibt es auch kostenlose Kursangebote?

Und welche Anbieter stellen ihre Online-Kurse gratis zur Verfügung? 


(Hier geht´s direkt zu allen kostenlosen Kursen in unserem Verzeichnis.)



Welche der Online-Kurse sind wirklich kostenlos?

Die Kursanbieter müssen über verschiedene Gebührenmodelle ihren Kursbetrieb finanzieren. Trotzdem kannst Du mit vielen Online-Kursen tatsächlich kostenlos lernen.

Dabei gibt es 2 Möglichkeiten:

1. Moderne Videokurse (MOOCs, massive open online courses) von internationalen Plattformen (hier zur aktuellen Liste)

2. Kostenlose Videovorlesungen von Universitäten (hier zur aktuellen Liste)


Wir zeigen Dir, wie Du mit den Kursen wirklich gratis lernen kannst.


Videokurse (MOOCs) ohne feste Kursgebühren

Bei den Videokursen internationaler Anbieter (=MOOCs) gibt es oft eine kostenlose Lernmöglichkeit.

Grundsätzlich ist die Idee dabei: 

  • Der Lerninhalt des MOOC (also die Videolektionen und Unterlagen) ist kostenlos zugänglich.
  • Nur wenn Du ein Zertifikat für den MOOC erhalten willst (optional), wird eine Gebühr fällig. 

Die MOOC-Anbieter rechnen also mit einer Mischkalkulation: Wenn von 10.000 Kursteilnehmern auch nur 2% bzw. 200 Lerner die freiwillige bezahlte Zertifikatsoption wählen, dann wird damit der Kurs für alle Teilnehmer finanziert.


So lernst Du mit MOOCs, ohne zu zahlen

Wie es genau geht, ist je nach MOOC-Plattform unterschiedlich. Außerdem gibt es auch verschiedene Kursmodelle und Änderungen der Systematik (alle Angaben daher ohne Gewähr). 


Im Allgemeinen funktioniert der Gratis-Zugang bei den wichtigsten Anbietern so:

(In unserem Kursverzeichnis kannst Du auch direkt nach kostenlosen Kursen filtern)


Coursera:

  • Bei den meisten Coursera-MOOCs gibt es eine kostenlose Lernmöglichkeit.
  • Wenn Du auf den Button Enroll bzw. Anmelden klickst, erscheint oft die Auswahl Purchase Course oder Full Course, No Certificate. Letztere Variante ohne Teilnahmezertifikat ist kostenlos. (Manchmal steht auch klein Audit für die kostenlose Variante.)
  • ABER: Wenn der MOOC Teil einer Kursserie (=Specialization) ist, kann es sein, dass Du nur gegen Bezahlung teilnehmen kannst. Das wird dann angezeigt. Du musst Dich in die Specialization einschreiben (und kannst an einem MOOC oder an der ganzen Serie teilnehmen). Oft gibt es eine kostenlose 7-Tage-Testphase.
  • Leider etwas unübersichtlich: Die genauen Kostenoptionen werden Dir erst nach dem Klick auf Enroll bzw. Anmelden angezeigt. 

edX:

  • Auch die meisten der edX-MOOCs sind in der Variante ohne Zertifikat kostenlos.
  • Bei der Anmeldung für einen MOOC hast Du 2 Möglichkeiten: Verified Certificate oder Audit this course.
  • Wähle die Audit-Option, dann kannst Du ohne Kosten auf die Lerninhalte zurückgreifen.
  • Bestimmte Kursserien (MicroMasters, XSeries, Professional Certificate) sind nur gegen Bezahlung zugänglich. Das wird Dir aber deutlich angezeigt.
  • EdX plant nach unseren Informationen, weitere Bezahlschranken einzuführen -  prüfe daher immer die aktuellen Details auf der Kurswebsite.

openHPI:

  • Die MOOCs von openHPI sind in der Regel kostenlos, oft sogar inklusive Zertifikat (automatisiert vergeben, ohne Identitätsnachweis).
  • Ausnahme: Für ein qualifiziertes Zertifikat (mit Foto und verifizierter Identität) wird eine Gebühr fällig.
  • Die Themenauswahl ist hier deutlich geringer als bei den großen internationalen Anbietern.

FutureLearn:

  • Auch die FutureLearn-MOOCs sind in der Basisversion kostenlos (bei Klick auf den Button Join course bzw. Join free).
  • Wer optional das kostenpflichtige Upgrade auswählt, bekommt außer dem Zertifikat auch einen zeitlich unbegrenzten Zugang zu den Online-Kursen. 

oncampus:

  • Bei den oncampus-Kursen (bis vor Kurzem hieß dieser Anbieter mooin) gibt es kostenlose MOOCs und kostenpflichtige Weiterbildungskurse.
  • Bei einzelnen MOOCs sind auch automatisierte Teilnahmebescheinigungen (sogenannte Badges) ohne Aufpreis enthalten.
  • Auf der jeweiligen Kurswebsite sind etwaige Zahlungspflichten klar dargestellt.

iversity:

  • Die iversity-Kurse sind ebenfalls in der Regel zum Lernen kostenlos (Audit Track).
  • Nur wer ein Zertifikat erhalten will, muss eine Gebühr zahlen.
  • Ausnahme: die Pro-Kurse für die berufliche Weiterbildung, diese sind immer kostenpflichtig.

Udacity:

  • Beim Spezialanbieter Udacity (hat Kurse über Informatik und Künstliche Intelligenz) gibt es ebenfalls einige kostenlose Kurse.
  • Lediglich die längeren Kursserien über mehrere Monate (sogenannte Nanodegrees) sind kostenpflichtig.

iMooX:

  • Die Online-Kurse bei iMooX sind kostenlos.
  • In der Regel wird sogar gratis eine automatisierte Teilnahmebestätigung ausgestellt (allerdings ohne Identitätsverifikation).


Du solltest immer auch den aktuellen Stand auf der jeweiligen Kurswebsite prüfen.

Kostenlose Online-Kurse: So findest Du die besten Gratis-Kurse!
Screenshot: Tausende kostenlose Kurse im Edukatico-Verzeichnis


Online-Vorlesungen von Unis: immer gratis!

Neben den MOOCs aus der Liste oben gibt es viele frei zugängliche Online-Vorlesungen von Hochschulen.

Der Unterschied: Diese sind anders als die MOOCs ohne Prüfungen, ohne Diskussionsforen und ohne Zertifikate. Außerdem ist die Videoqualität aufgrund der Live-Aufzeichnung nicht immer optimal.

Sie sind aber immer kostenlos zugänglich.

Wichtige Hochschulen mit Gratis-Videovorlesungen sind unter anderem:

Alle Online-Vorlesungen findest Du hier. Dort kannst Du auch nach Fachgebiet filtern.

Und natürlich kannst Du auch ein komplettes Online-Studium mit akademischem Abschluss absolvieren (allerdings nur gegen Gebühren). Siehe dazu unsere Übersicht: "Die Top-Anbieter für ein Online-Studium".



"Programmieren": Beispiel für eine kostenlose Informatik-Vorlesung (ohne Prüfung/Support/Zertifikat)


Warum dann überhaupt für Online-Kurse zahlen?

Neben den genannten kostenlosen Möglichkeiten (MOOCs und Online-Vorlesungen) gibt es natürlich auch viele Online-Kurse, die nur gegen Teilnahmegebühr zugänglich sind. Zumindest die Zertifikatsvariante der MOOCs kostet auch etwas. Und große Anbieter wie Lecturio und Udemy bieten sogar fast nur Bezahlkurse an. 

Warum entscheiden sich trotz der kostenlosen Möglichkeiten viele Online-Lerner dafür?

Diese 5 wichtigen Gründe werden oft genannt:

  1. Zertifikate: Viele Online-Lerner wollen ein Teilnahmezertifikat mit Identitätsnachweis für Ihre Lernerfolge – entweder für sich selbst oder für Bewerbungen (siehe auch: "Was bringen die Zertifikate?").
  2. Qualität der Inhalte: Im Gegensatz zu Vorlesungsaufzeichnungen oder YouTube-Videos sind die speziell fürs Online-Lernen erstellten (bezahlten) Videokurse qualitativ besser. Ton und Bild sind optimiert, sie sind zudem didaktisch durchdacht und zeigen Inhalte von angesehenen Universitäten und erfahrenen Dozenten. So verbringt man die kostbare Lernzeit mit hochwertigen Inhalten und nicht mit Videos unbekannter Qualität.
  3. Volles Kurserlebnis: Im Unterschied zum einfachen Ansehen von Videos kann man mit kompletten Online-Kursen ähnlich gut lernen wie mit Präsenzkursen. Dazu gehören neben dem Zertifikat auch die Interaktionsmöglichkeit oder eine weitergehende Betreuung. Der Kursanbieter Udacity bietet beispielsweise für seine kostenpflichtigen Nanodegree-Ausbildungsgänge ergänzende Karriereunterstützung für Absolventen.
  4. Motivation: Wer gegen Bezahlung auf ein Zertifikat hinarbeitet, bleibt erfahrungsgemäß auch länger dabei. Die Chancen auf einen erfolgreichen Kursabschluss steigen.
  5. Moderate Preise: Einen mehrwöchigen Videokurs (MOOC) einer internationalen Spitzenuniversität samt Online-Interaktion, Prüfung und abschließendem Kurszertifikat gibt es oft bereits für unter 50 EUR. Das ist im Vergleich zu Präsenzkursen deutlich günstiger.


Und was kosten die Zertifikate und Bezahlkurse?

Je nach Anbieter, Kursinhalt und -dauer unterscheiden sich die Preise für bezahlte Online-Kurse bzw. für die zusätzlichen Zertifikate der Gratiskurse.

Als ungefähren Richtwert kann man von knapp 50 EUR für ein einzelnes MOOC-Zertifikat und rund 50 EUR/Monat für Bezahlkurse ausgehen.

Einige ausgewählte Beispiele (bitte immer die aktuellen Kursbedingungen prüfen!):

  • Bei Coursera kosten die (freiwillig zusätzlich buchbaren) Zertifikate für einzelne MOOCs etwa 50-100 EUR. Die längeren Kursserien (Specializations) sind oft für rund 45 EUR/Monat zugänglich (mit 7 Tagen kostenloser Probezeit).
  • Die edX-Zertifikate (optional) gibt es oft ebenfalls für ungefähr 50-100 EUR. Längere Kursserien können einige Hundert Euro kosten.
  • Ein qualifiziertes Zertifikat bei openHPI kostet 60 EUR Gebühr.
  • FutureLearn verlangt oft rund 60 GPB (etwa 70 EUR) für ein Upgrade mit Zertifikat.
  • Bei iversity gibt es auf Wunsch Teilnahmebescheinigungen bereits ab ca. 30 EUR.
  • Wer einen bezahlten Online-Kurs bei Udemy belegt, muss dafür (je nach Kurs) zwischen 10 EUR und knapp 100 EUR zahlen. Die Kurse unterscheiden sich stark im Umfang.
  • Udacity verlangt einige Hundert EUR für seine Nanodegrees (vollwertige Ausbildungsgänge zu einem Thema). 
  • Bei Lecturio ist die Preisspanne wiederum recht groß: Zwischen etwa 10 und 50 EUR/Monat werden für die meisten Bezahlkurse fällig.


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